BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912
Psalmen 104:24–30
24HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.
25Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, große und kleine Tiere.
26Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie darin spielen.
27Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.
28Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt.
29Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.
30Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du erneuest die Gestalt der Erde.
Psalmen 104:24–30 · Lutherbibel 1912 (L1912)
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Bevor du weitergehst
Der Psalm schaut auf das Meer und seine vielen Lebewesen. Alle sind auf Nahrung und Atem angewiesen; das Gedicht verschweigt auch Tod und Vergänglichkeit nicht. Erneuerung erscheint als Gabe Gottes an eine gemeinsame, vielfältige Welt. Verweile heute bei einem Lebewesen oder einem Stück deiner Umgebung. Welche Versorgung braucht es, die du sonst kaum bemerkst? Staunen kann auch in eine kleine, konkrete Form von Fürsorge münden.
Lies den Text noch einmal, wenn du möchtest. Achte darauf, welches Wort, welche Handlung oder welche Frage dich bleibt. Du kannst eine Lektüre beenden, ohne sie vollständig verarbeitet zu haben.
ZUM NACHDENKEN
Welche Abhängigkeit des Lebens macht dir der Psalm bewusst? Wie möchtest du darauf mit Aufmerksamkeit oder Fürsorge antworten?
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