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Jesus begegnen / Lesen 5 von 7

Ein Nächster werden

Lukas 10:25–37 · L19122 Minuten Bibeltext

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912

Lukas 10:25–37

25Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?

26Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du?

27Er antwortete und sprach: “Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst.”

28Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben.

29Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: “Wer ist denn mein Nächster?”

30Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen.

31Es begab sich aber ungefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber.

32Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber.

33Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein,

34ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein.

35Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.

36Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war?

37Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!

Lukas 10:25–37 · Lutherbibel 1912 (L1912)

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IMPULS ZUM TEXT

Bevor du weitergehst

Ein Gesetzeslehrer fragt, wer sein Nächster sei. Jesus erzählt von einem Verletzten und einem Samariter, der anhält, Wunden versorgt, Transport und Unterkunft organisiert und die Kosten trägt. Am Ende dreht Jesus die Frage: Wer ist dem Verletzten zum Nächsten geworden? Die Geschichte verschiebt den Blick von der Abgrenzung einer zuständigen Personengruppe auf das eigene barmherzige Handeln. Beachte, wie viele praktische Schritte zur Hilfe gehören.

Lies den Text noch einmal, wenn du möchtest. Achte darauf, welches Wort, welche Handlung oder welche Frage dich bleibt. Du kannst eine Lektüre beenden, ohne sie vollständig verarbeitet zu haben.

ZUM NACHDENKEN

Welche konkrete Hilfe leistet der Samariter? Wo könntest du selbst zum Nächsten werden, und welche Unterstützung bräuchtest du dafür?

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