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90 Lektüren

Die Evangelien, Kapitel für Kapitel

Lies die vier Evangelien und anschließend Apostelgeschichte 1 in 90 Etappen. Jedes Kapitel erhält einen eigenen Leseimpuls und eine Frage, die dich näher an den Text führt.

DEIN BEGLEITER BEIM BIBELLESENLESEN. NACHDENKEN. ZURÜCKKEHREN.

IN DIESEM PLAN

Dein Tempo, dein Ort.

Lies die Evangelien Buch für Buch und lass jede Erzählung ihre eigene Struktur behalten. Schließe mit Apostelgeschichte 1. Notiere vor dem Weiterlesen kurz die Szene oder den Gedankengang, damit der größere Verlauf sichtbar bleibt.

Jede Lesung enthält den Abschnitt, eine kurze Anleitung und eine Frage. Lies einmal das Ganze zur Gesamtbildung, kehre zu einem Detail zurück und gib deiner eigenen Antwort etwas Raum. Dein Fortschritt bleibt in diesem Browser.

DEINE LEKTÜRE

Die Lesungen

01Matthäus 1:1–25 · L1912Matthäus 1

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 1:1–3

1Dies ist das Buch von der Geburt Jesu Christi, der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes Abrahams.

2Abraham zeugte Isaak. Isaak zeugte Jakob. Jakob zeugte Juda und seine Brüder.

3Juda zeugte Perez und Serah von Thamar. Perez zeugte Hezron. Hezron zeugte Ram.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Matthäus beginnt mit einer Familiengeschichte, die über Abraham, David und das Exil zu Jesus führt. Danach rückt Josef in den Blick: Sein Plan ändert sich durch die Botschaft im Traum. Achte darauf, wie die Namen Jesus und Immanuel den Anfang dieses Evangeliums deuten.

ZUM NACHDENKEN

Was erfährst du durch die beiden Namen über Jesus? Welche Entscheidung trifft Josef daraufhin?

Bibeltext lesen & nachdenken
02Matthäus 2:1–23 · L1912Matthäus 2

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 2:1–3

1Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen:

2Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.

3Da das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Auf die Nachricht von einem neugeborenen König reagieren die Sterndeuter mit einer Reise und Herodes mit Gewalt. Josef muss mit seiner Familie fliehen. Die Geschenke und die Bedrohung gehören zur selben Erzählung: Jesu Ankunft weckt Freude, aber auch den Widerstand eines Herrschers.

ZUM NACHDENKEN

Vergleiche, was die Sterndeuter und Herodes suchen. Was zeigen ihre Handlungen über ihre Absichten?

Bibeltext lesen & nachdenken
03Matthäus 3:1–17 · L1912Matthäus 3

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 3:1–3

1Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste des jüdischen Landes

2und sprach: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

3Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: “Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HERRN den Weg und macht richtig seine Steige!”

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Johannes fordert eine Umkehr, die im Handeln sichtbar wird; die Berufung auf Abraham genügt ihm nicht. Als Jesus zur Taufe kommt, zögert Johannes. Am Ende sprechen die geöffneten Himmel, der Geist und die Stimme über Jesu Identität, bevor Matthäus von seinem öffentlichen Wirken erzählt.

ZUM NACHDENKEN

Welche Sicherheit stellt Johannes infrage? Woran würde eine Veränderung in deinem Handeln erkennbar werden?

Bibeltext lesen & nachdenken
04Matthäus 4:1–25 · L1912Matthäus 4

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 4:1–3

1Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf daß er von dem Teufel versucht würde.

2Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.

3Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

In der Wüste wird Jesus versucht, seine Stellung als Sohn für Versorgung, einen spektakulären Beweis und Herrschaft einzusetzen. Er antwortet mit der Schrift. Danach beginnt sein Wirken in Galiläa: Er ruft Menschen zur Umkehr und Fischer in seine Nachfolge.

ZUM NACHDENKEN

Was versprechen die drei Versuchungen jeweils? Welche dieser Formen von Sicherheit oder Einfluss ist dir vertraut?

Bibeltext lesen & nachdenken
05Matthäus 5:1–48 · L1912Matthäus 5

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 5:1–3

1Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm,

2Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:

3Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Bergpredigt beginnt mit Zuspruch an Menschen, die wenig nach Erfolg aussehen. Danach führt Jesus vom sichtbaren Tun zu Zorn, Begehren, Wahrhaftigkeit und Feindesliebe. Achte darauf, wie sein Ruf zur Gerechtigkeit sowohl das Herz als auch den Umgang mit anderen betrifft.

ZUM NACHDENKEN

Welche Verbindung siehst du zwischen den Seligpreisungen und Jesu Worten über Feinde am Ende des Kapitels?

Bibeltext lesen & nachdenken
06Matthäus 6:1–34 · L1912Matthäus 6

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 6:1–3

1Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.

2Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.

3Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut,

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Geben, Beten und Fasten können zur Darstellung vor anderen werden. Jesus richtet diese Praktiken auf den Vater aus, der auch das Verborgene sieht. Die Fragen nach Schätzen, zwei Herren und Sorgen führen denselben Gedanken weiter: Woran hängt das Herz, und wem vertraut es?

ZUM NACHDENKEN

Welche Verbindung erkennst du zwischen Anerkennung, Besitz und Sorge? Wo prägt eines davon gerade deine Entscheidungen?

Bibeltext lesen & nachdenken
07Matthäus 7:1–29 · L1912Matthäus 7

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 7:1–3

1Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.

2Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden.

3Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Der Balken im eigenen Auge unterbricht den schnellen Blick auf die Fehler anderer. Am Ende der Bergpredigt zählt nicht nur, Jesu Worte zu hören oder ihn anzureden, sondern danach zu handeln. Beide Häuser erleben den Sturm; der Unterschied liegt im Fundament.

ZUM NACHDENKEN

Welche konkrete Anweisung aus der Bergpredigt könntest du umsetzen? Was wäre dabei dein erster Schritt?

Bibeltext lesen & nachdenken
08Matthäus 8:1–34 · L1912Matthäus 8

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 8:1–3

1Da er aber vom Berg herabging, folgte ihm viel Volks nach.

2Und siehe, ein Aussätziger kam und betete ihn an und sprach: HERR, so du willst, kannst du mich wohl reinigen.

3Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereinigt! Und alsbald ward er vom Aussatz rein.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Ein Aussätziger, ein römischer Hauptmann und Menschen im Sturm begegnen Jesu Vollmacht auf unterschiedliche Weise. Zwischen den Heilungen stehen unbequeme Worte über Nachfolge. Lies die Bitten und Reaktionen genau: Nähe zu Jesus erscheint hier zugleich als Hilfe und als Herausforderung.

ZUM NACHDENKEN

Vergleiche das Vertrauen des Hauptmanns mit der Angst der Jünger im Boot. Welche Frage an Jesus entsteht daraus für dich?

Bibeltext lesen & nachdenken
09Matthäus 9:1–38 · L1912Matthäus 9

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 9:1–3

1Da trat er in das Schiff und fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt.

2Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bett. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben.

3Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesu Vergebung, seine Tischgemeinschaft und seine Heilungen lösen Staunen und Widerspruch aus. Matthäus wird aus dem Zollhaus gerufen, und Jesus begründet sein Essen mit Ausgegrenzten mit dem Bild eines Arztes. Am Ende sieht er die Menschenmenge mit Erbarmen und spricht von Arbeitern für die Ernte.

ZUM NACHDENKEN

Welche Menschen sieht Jesus anders als seine Kritiker? Wessen Bedürftigkeit übersiehst du leicht?

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10Matthäus 10:1–42 · L1912Matthäus 10

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 10:1–3

1Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unsauberen Geister, daß sie sie austrieben und heilten allerlei Seuche und allerlei Krankheit.

2Die Namen aber der zwölf Apostel sind diese: der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedäus Sohn, und Johannes, sein Bruder;

3Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, des Alphäus Sohn, Lebbäus, mit dem Zunamen Thaddäus;

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesus sendet die Zwölf mit einem konkreten Auftrag aus und bereitet sie zugleich auf Ablehnung vor. Die Rede verbindet Verletzlichkeit mit Zuspruch: Sie sollen ohne Gewalt auftreten, müssen aber mit Widerstand rechnen. Achte auf den Wechsel zwischen Warnungen und Ermutigungen.

ZUM NACHDENKEN

Welche Ermutigung steht für dich neben einer besonders schweren Warnung? Wie verändert das gemeinsame Lesen beider deinen Eindruck?

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11Matthäus 11:1–30 · L1912Matthäus 11

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 11:1–3

1Und es begab sich, da Jesus solch Gebot an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging er von da weiter, zu lehren und zu predigen in ihren Städten.

2Da aber Johannes im Gefängnis die Werke Christi hörte, sandte er seiner Jünger zwei

3und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines anderen warten?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Johannes fragt aus dem Gefängnis, ob Jesus der Erwartete ist. Jesus verweist auf das, was geschieht, statt Johannes für seine Frage abzuweisen. Das Kapitel endet mit einer Einladung an Belastete: Ruhe ist mit dem Lernen bei Jesus und seinem sanften Wesen verbunden.

ZUM NACHDENKEN

Wie beantwortet Jesus die Frage des Johannes? Welche ungelöste Frage könntest du ebenso offen vor ihn bringen?

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12Matthäus 12:1–50 · L1912Matthäus 12

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 12:1–3

1Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen.

2Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was sich nicht ziemt am Sabbat zu tun.

3Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren, hungerte?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Streitgespräche über den Sabbat betreffen Hunger, Heilung und die Frage, was an diesem Tag gut ist. Später geht es um die Herkunft von Jesu Vollmacht und um Worte, die das Herz verraten. Der Konflikt verschärft sich; Jesus beschreibt zugleich Zugehörigkeit durch das Tun des Willens seines Vaters.

ZUM NACHDENKEN

Wie begründet Jesus die Hilfe für einen Menschen am Sabbat? Was lässt dich erkennen, wann eine Regel ihrem Zweck dient?

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13Matthäus 13:1–58 · L1912Matthäus 13

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 13:1–3

1An demselben Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer.

2Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saß, und alles Volk stand am Ufer.

3Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Saat, Unkraut, Senfkorn, Sauerteig und ein gefundener Schatz eröffnen verschiedene Blicke auf das Himmelreich. Kein einzelnes Bild erklärt alles. Beim Sämann unterscheidet sich nicht die Saat, sondern der Boden: Jesu Erklärung fragt danach, was mit dem gehörten Wort geschieht.

ZUM NACHDENKEN

Welche Hindernisse für das Hören nennt Jesus beim Sämann? Welches erkennst du in deiner eigenen Aufmerksamkeit wieder?

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14Matthäus 14:1–36 · L1912Matthäus 14

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 14:1–3

1Zu der Zeit kam das Gerücht von Jesu vor den Vierfürsten Herodes.

2Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Täufer; er ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten.

3Denn Herodes hatte Johannes gegriffen und in das Gefängnis gelegt wegen der Herodias, seines Bruders Philippus Weib.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Auf den gewaltsamen Tod des Johannes folgen Jesu Rückzug, sein Erbarmen mit der Menge und die Speisung. Später geraten die Jünger auf dem See in Angst. Bei Petrus stehen der mutige Schritt, das Erschrecken und Jesu rettende Hand unmittelbar nebeneinander.

ZUM NACHDENKEN

Was tut Jesus, als Petrus zu sinken beginnt? Wie könnte das deine Reaktion auf die Unsicherheit eines anderen prägen?

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15Matthäus 15:1–39 · L1912Matthäus 15

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 15:1–3

1Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisäer von Jerusalem und sprachen:

2Warum übertreten deine Jünger der Ältesten Aufsätze? Sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen.

3Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsätze willen?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Im Streit über Reinheit führt Jesus vom äußeren Waschen zu dem, was aus dem Herzen kommt. Die Begegnung mit der kanaanäischen Frau enthält harte Worte und eine beharrliche Bitte; am Ende hebt Jesus ihren Glauben hervor. Lass die Spannung des Gesprächs beim Lesen stehen.

ZUM NACHDENKEN

Was macht die Frau im Verlauf des Gesprächs? Welche Stelle bleibt für dich schwierig, auch wenn du das Ende kennst?

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16Matthäus 16:1–28 · L1912Matthäus 16

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 16:1–3

1Da traten die Pharisäer und Sadduzäer zu ihm; die versuchten ihn und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen ließe.

2Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot;

3und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler! über des Himmels Gestalt könnt ihr urteilen; könnt ihr denn nicht auch über die Zeichen dieser Zeit urteilen?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Petrus bekennt Jesus als den Christus, widerspricht aber seiner Ankündigung von Leiden und Tod. Das richtige Bekenntnis bedeutet noch nicht, Jesu Weg verstanden zu haben. Die anschließenden Worte über das Kreuz fordern die Vorstellungen von Gewinn, Verlust und Nachfolge heraus.

ZUM NACHDENKEN

Was kann Petrus bekennen, und was kann er noch nicht annehmen? Wo hältst auch du beides nebeneinander?

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17Matthäus 17:1–27 · L1912Matthäus 17

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 17:1–3

1Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und führte sie beiseits auf einen hohen Berg.

2Und er ward verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie ein Licht.

3Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Auf dem Berg sehen drei Jünger Jesus in Herrlichkeit und werden zum Hören aufgefordert. Nach dem Abstieg begegnen sie einem Vater mit seinem leidenden Sohn und ihrer eigenen Hilflosigkeit. Das außergewöhnliche Erlebnis nimmt ihnen die Aufgabe nicht ab, unten weiter zu lernen.

ZUM NACHDENKEN

Was verbindet die Aufforderung zum Hören auf dem Berg mit der Hilflosigkeit der Jünger danach?

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18Matthäus 18:1–35 · L1912Matthäus 18

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 18:1–3

1Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesu und sprachen: Wer ist doch der Größte im Himmelreich?

2Jesus rief ein Kind zu sich und stellte das mitten unter sie

3und sprach: Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Frage nach dem Größten beantwortet Jesus mit einem Kind. Danach richtet sich der Blick auf Gefährdete, Verlorene, verletzte Beziehungen und Vergebung. Im Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht zeigt sich ein Bruch: Er empfängt Erlass, verweigert aber seinem Mitknecht jede Nachsicht.

ZUM NACHDENKEN

Was haben der Schutz der Kleinen und das Gleichnis über Schulden mit der Frage nach Größe zu tun?

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19Matthäus 19:1–30 · L1912Matthäus 19

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 19:1–3

1Und es begab sich, da Jesus diese Reden vollendet hatte, erhob er sich aus Galiläa und kam in das Gebiet des jüdischen Landes jenseit des Jordans;

2und es folgte ihm viel Volks nach, und er heilte sie daselbst.

3Da traten zu ihm die Pharisäer, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, daß sich ein Mann scheide von seinem Weibe um irgendeine Ursache?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Fragen zu Ehe, Kindern und Besitz führen zu der Frage, was Menschen festhalten und wen sie zulassen. Der wohlhabende Fragende geht traurig fort, während Jesus die Kinder willkommen heißt. Lies das Gespräch über Reichtum bis zur Antwort an die erstaunten Jünger weiter.

ZUM NACHDENKEN

Was kann der wohlhabende Mann nach eigener Aussage tun, und woran scheitert er? Welche Bindung macht dir Loslassen schwer?

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20Matthäus 20:1–34 · L1912Matthäus 20

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 20:1–3

1Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg.

2Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg.

3Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markte müßig stehen

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Arbeiter im Weinberg erhalten denselben Lohn, obwohl sie unterschiedlich lange gearbeitet haben. Später bitten zwei Jünger um besondere Plätze. Beide Szenen berühren den Vergleich mit anderen; Jesus beschreibt Größe schließlich als Dienen und nennt seinen eigenen Weg als Maßstab.

ZUM NACHDENKEN

Was empfinden die ersten Arbeiter als ungerecht? Wie unterscheidet sich ihre Rechnung von der Großzügigkeit des Besitzers?

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21Matthäus 21:1–46 · L1912Matthäus 21

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 21:1–3

1Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Ölberg, sandte Jesus seiner Jünger zwei

2und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ihr Füllen bei ihr; löset sie auf und führet sie zu mir!

3Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprecht: Der HERR bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesu Einzug in Jerusalem führt in den Tempel und in Streitgespräche über seine Vollmacht. Im Gleichnis der beiden Söhne stimmen Worte und Handlungen nicht überein. Die Frage, wer den Willen des Vaters tut, lässt sich deshalb nicht allein an einer zustimmenden Antwort erkennen.

ZUM NACHDENKEN

Bei welchem Sohn ändern sich Worte oder Taten? Wo wäre eine korrigierte Handlung ehrlicher als eine weitere Zusage?

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22Matthäus 22:1–46 · L1912Matthäus 22

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 22:1–3

1Und Jesus antwortete und redete abermals durch Gleichnisse zu ihnen und sprach:

2Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte.

3Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Auf das Gleichnis vom Hochzeitsmahl folgen Fragen zu Steuern, Auferstehung und dem wichtigsten Gebot. Jesus lässt sich nicht auf die beabsichtigten Fallen beschränken. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten verbindet er ausdrücklich mit der ganzen Weisung von Gesetz und Propheten.

ZUM NACHDENKEN

Welche deiner alltäglichen Entscheidungen berührt zugleich die Liebe zu Gott und die Verantwortung für deinen Nächsten?

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23Matthäus 23:1–39 · L1912Matthäus 23

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 23:1–3

1Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern

2und sprach: Auf Mose's Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer.

3Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesus kritisiert religiöse Autorität, die anderen Lasten auferlegt und selbst Anerkennung sucht. Seine scharfen Worte nennen Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue als vernachlässigte Anliegen. Lies die Kritik als Prüfung religiösen Handelns; sie ist keine Einladung, eine ganze Bevölkerungsgruppe abzuwerten.

ZUM NACHDENKEN

Wo benennt Jesus einen Unterschied zwischen äußerem Ansehen und gelebter Verantwortung? Welche eigene Gewohnheit prüfst du daran?

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24Matthäus 24:1–51 · L1912Matthäus 24

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 24:1–3

1Und Jesus ging hinweg von dem Tempel, und seine Jünger traten zu ihm, daß sie ihm zeigten des Tempels Gebäude.

2Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde.

3Und als er auf dem Ölberge saß, traten zu ihm seine Jünger besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das alles geschehen? Und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und des Endes der Welt?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Rede beginnt mit Jesu Ankündigung über den Tempel und den Fragen seiner Jünger. Warnungen vor Täuschung stehen neben Bildern von Bedrängnis und seinem Kommen. Das Kapitel mündet nicht in einen berechenbaren Termin, sondern in Wachsamkeit und die Aufgabe eines treuen Dieners.

ZUM NACHDENKEN

Welche Haltung verlangt das Ende der Rede angesichts eines unbekannten Zeitpunkts? Was bedeutet sie für deine Verantwortung heute?

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25Matthäus 25:1–46 · L1912Matthäus 25

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 25:1–3

1Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen.

2Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug.

3Die törichten nahmen Öl in ihren Lampen; aber sie nahmen nicht Öl mit sich.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Wartende Frauen, anvertrautes Vermögen und die Begegnung mit Hungrigen führen das Thema Wachsamkeit weiter. Warten erscheint als verantwortliches Handeln. Besonders die letzte Szene macht es konkret: Essen, Aufnahme, Kleidung und Besuche werden als Begegnungen mit Jesus beschrieben.

ZUM NACHDENKEN

Welche der genannten Formen von Hilfe ist in deiner Umgebung nötig? Was wäre ein verantwortlicher Schritt in deiner Reichweite?

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26Matthäus 26:1–75 · L1912Matthäus 26

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 26:1–3

1Und es begab sich, da Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern:

2Ihr wisset, daß nach zwei Tagen Ostern wird; und des Menschen Sohn wird überantwortet werden, daß er gekreuzigt werde.

3Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Ältesten im Volk in den Palast des Hohenpriesters, der da hieß Kaiphas,

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Salbung, das gemeinsame Mahl und Jesu Gebet stehen neben Verrat, Flucht und Verleugnung. Petrus ist zunächst seiner Treue sicher; im Hof hält sie dem Druck nicht stand. In Gethsemane spricht Jesus seine Angst und seinen Willen vor dem Vater aus.

ZUM NACHDENKEN

Vergleiche Petrus’ Ankündigung mit Jesu Gebet. Welcher Unterschied im Umgang mit der bevorstehenden Belastung fällt dir auf?

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27Matthäus 27:1–66 · L1912Matthäus 27

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 27:1–3

1Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volks einen Rat über Jesus, daß sie ihn töteten.

2Und banden ihn, führten ihn hin und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus.

3Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereute es ihn, und brachte wieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Im Prozess, im Spott und am Kreuz wird Jesu Königtum bestritten oder verhöhnt. Matthäus lässt zugleich Frauen, einen römischen Hauptmann und Josef von Arimathäa sichtbar werden. Verfolge, wer handelt, wer zusieht und wer Jesus nach seinem Tod noch öffentlich verbunden bleibt.

ZUM NACHDENKEN

Welche Handlung der Menschen am Kreuz oder am Grab berührt dich? Was bleibt schwer auszuhalten, ohne es schnell zu erklären?

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28Matthäus 28:1–20 · L1912Matthäus 28

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Matthäus 28:1–3

1Als aber der Sabbat um war und der erste Tag der Woche anbrach, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen.

2Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des HERRN kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür und setzte sich darauf.

3Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie Schnee.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Frauen verlassen das Grab mit Furcht und großer Freude und werden zu Überbringerinnen der Nachricht. Bei der späteren Begegnung der Jünger stehen Anbetung und Zweifel nebeneinander. Jesu Auftrag verbindet das Lehren seiner Weisungen mit der Zusage seiner Gegenwart.

ZUM NACHDENKEN

Was fällt dir daran auf, dass Jesu Auftrag einer Gruppe gilt, in der auch Zweifel vorkommen? Was verändert seine Zusage dabei?

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29Markus 1:1–45 · L1912Markus 1

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 1:1–3

1Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes,

2wie geschrieben steht in den Propheten: “Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir.”

3“Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des HERRN, macht seine Steige richtig!”

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Markus beginnt ohne Geburtsgeschichte: Johannes kündigt an, Jesus wird getauft und sein Wirken setzt rasch ein. Nach einem Abend voller Heilungen zieht Jesus sich zum Gebet zurück. Als die Jünger ihn suchen, entscheidet er sich, auch in andere Orte zu gehen.

ZUM NACHDENKEN

Was suchen die Menschen bei Jesus, und welchen Auftrag nennt er selbst? Wo unterscheiden sich Erwartung und Ausrichtung?

Bibeltext lesen & nachdenken
30Markus 2:1–28 · L1912Markus 2

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 2:1–3

1Und über etliche Tage ging er wiederum gen Kapernaum; und es ward ruchbar, daß er im Hause war.

2Und alsbald versammelten sich viele, also daß sie nicht Raum hatten auch draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort.

3Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbrüchigen, von vieren getragen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Vier Menschen bringen einen Gelähmten durch ein geöffnetes Dach zu Jesus. Die Szene führt von sichtbarer Hilfe zur umstrittenen Vollmacht, Sünden zu vergeben. Auch die anschließenden Gespräche über Tischgemeinschaft, Fasten und Sabbat zeigen, wie Jesu Handeln vertraute Grenzen infrage stellt.

ZUM NACHDENKEN

Welche Hindernisse überwinden die Träger des Gelähmten? Wie könnte konkrete Hilfe jemandem Zugang ermöglichen, der sonst ausgeschlossen bleibt?

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31Markus 3:1–35 · L1912Markus 3

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 3:1–3

1Und er ging abermals in die Schule. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand.

2Und sie lauerten darauf, ob er auch am Sabbat ihn heilen würde, auf daß sie eine Sache wider ihn hätten.

3Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: Tritt hervor!

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Heilung einer Hand am Sabbat wird zum Konflikt darüber, ob man Gutes tun und Leben retten darf. Jesus beruft die Zwölf, damit sie bei ihm sind und ausgesandt werden. Am Ende stellt er die Frage nach seiner Familie neu: Zugehörigkeit zeigt sich im Tun des Willens Gottes.

ZUM NACHDENKEN

Was bedeuten die beiden Aufgaben der Zwölf – bei Jesus sein und ausgesandt werden – jeweils? Welche davon braucht bei dir mehr Raum?

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32Markus 4:1–41 · L1912Markus 4

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 4:1–3

1Und er fing abermals an, zu lehren am Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er mußte in ein Schiff treten und auf dem Wasser sitzen; und alles Volk stand auf dem Lande am Meer.

2Und er predigte ihnen lange durch Gleichnisse; und in seiner Predigt sprach er zu ihnen:

3Höret zu! Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Gleichnisse von Saat und Wachstum fragen nach dem Hören und nach Vorgängen, die Menschen nicht vollständig steuern. Danach erleben die Jünger einen Sturm, den sie selbst nicht stillen können. Ihre letzte Frage richtet sich auf Jesu Identität, nicht nur auf ihre gerettete Fahrt.

ZUM NACHDENKEN

Was können Menschen in den Saatgleichnissen tun, und was entzieht sich ihrer Kontrolle? Wo hilft dir diese Unterscheidung?

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33Markus 5:1–43 · L1912Markus 5

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 5:1–3

1Und sie kamen jenseits des Meers in die Gegend der Gadarener.

2Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den Gräbern ein besessener Mensch mit einem unsaubern Geist,

3der seine Wohnung in den Gräbern hatte; und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Ein Mann lebt isoliert unter Gräbern, eine Frau leidet seit zwölf Jahren, und Jairus bittet um seine Tochter. Markus verschränkt die letzten beiden Begegnungen: Jesus bleibt für die Frau stehen, während eine dringende Bitte noch offen ist. Jeder Mensch bekommt eine eigene Ansprache.

ZUM NACHDENKEN

Was verändert sich für die Frau, als Jesus nach ihr fragt? Welche Bedeutung hat es, neben Hilfe auch wahrgenommen zu werden?

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34Markus 6:1–56 · L1912Markus 6

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 6:1–3

1Und er ging aus von da und kam in seine Vaterstadt; und seine Jünger folgten ihm nach.

2Und da der Sabbat kam, hob er an zu lehren in ihrer Schule. Und viele, die es hörten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: Woher kommt dem solches? Und was für Weisheit ist's, die ihm gegeben ist, und solche Taten, die durch seine Hände geschehen?

3Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern allhier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesu Ablehnung in seiner Heimat, die Aussendung der Zwölf und der Tod des Johannes stehen vor der Speisung der Menge. Nach ihrem Einsatz lädt Jesus die Jünger zur Ruhe ein; die Menschen folgen ihnen dennoch. Er sieht ihre Not und bezieht die Jünger in die Versorgung ein.

ZUM NACHDENKEN

Welche Spannung zwischen Rückzug und Verantwortung siehst du? Wie könntest du sowohl deine Grenzen als auch die Not anderer ernst nehmen?

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35Markus 7:1–37 · L1912Markus 7

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 7:1–3

1Und es kamen zu ihm die Pharisäer und etliche von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren.

2Und da sie sahen etliche seiner Jünger mit gemeinen (das ist ungewaschenen) Händen das Brot essen, tadelten sie es.

3(Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, sie waschen denn die Hände manchmal, und halten also die Aufsätze der Ältesten;

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesus kritisiert eine religiöse Praxis, mit der Menschen ihre Verantwortung für die Eltern umgehen können. Danach verschiebt er den Blick von äußerer Reinheit auf das Herz. Die Begegnungen mit einer fremden Mutter und einem Mann, der nicht hören kann, führen über vertraute Grenzen hinaus.

ZUM NACHDENKEN

An welchem Beispiel trennt Jesus eine fromme Begründung von ihrer tatsächlichen Wirkung? Wo lohnt sich diese Prüfung bei dir?

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36Markus 8:1–38 · L1912Markus 8

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 8:1–3

1Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen:

2Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharrt und haben nichts zu essen;

3und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn etliche sind von ferne gekommen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Jünger sorgen sich um Brot, obwohl sie zwei Speisungen erlebt haben. Ein Blinder sieht zunächst undeutlich; auch Petrus erkennt Jesus als Christus, widerspricht aber seinem Weg ins Leiden. Achte auf die wiederkehrende Frage, was Menschen sehen und doch noch nicht verstehen.

ZUM NACHDENKEN

Welchen Teil von Jesu Weg erkennt Petrus, welchen weist er zurück? Was hilft dir, eine vorschnelle Gewissheit noch einmal zu prüfen?

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37Markus 9:1–50 · L1912Markus 9

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 9:1–3

1Und er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das Reich Gottes mit seiner Kraft kommen.

2Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg besonders allein und verklärte sich vor ihnen.

3Und seine Kleider wurden hell und sehr weiß wie der Schnee, daß sie kein Färber auf Erden kann so weiß machen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Vom Berg führt der Weg zu einem verzweifelten Vater, der Vertrauen und Zweifel zugleich ausspricht. Später streiten die Jünger über ihren Rang. Jesus antwortet mit dem Dienen und der Aufnahme eines Kindes: Nähe zu ihm wird nicht an Größe oder Kontrolle gemessen.

ZUM NACHDENKEN

Wie spricht der Vater über seinen Glauben und seine Grenze? Wie könnte ein ebenso ehrliches Gebet von dir klingen?

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38Markus 10:1–52 · L1912Markus 10

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 10:1–3

1Und er machte sich auf und kam von dannen an die Örter des jüdischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermals in Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrte er sie abermals.

2Und die Pharisäer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden möge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit.

3Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Kinder werden zurückgewiesen und von Jesus angenommen; ein reicher Mann wird eingeladen und geht traurig fort. Während Jakobus und Johannes Ehrenplätze suchen, bittet Bartimäus um sein Augenlicht. Jesus fragt nach dem Wunsch der Bittenden, und ihre Antworten zeigen unterschiedliche Erwartungen.

ZUM NACHDENKEN

Vergleiche die Bitte der beiden Jünger mit der des Bartimäus. Was würdest du auf Jesu Frage nach deinem Wunsch antworten?

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39Markus 11:1–33 · L1912Markus 11

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 11:1–3

1Und da sie nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage und Bethanien an den Ölberg, sandte er seiner Jünger zwei

2und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt; und alsbald, wenn ihr hineinkommt, werdet ihr finden ein Füllen angebunden, auf welchem nie ein Mensch gesessen hat; löset es ab und führet es her!

3Und so jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das? so sprechet: Der HERR bedarf sein; so wird er's alsbald hersenden.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Der Einzug in Jerusalem mündet in Jesu Handeln im Tempel. Er erinnert an dessen Bestimmung als Gebetshaus für alle Völker. Die Auseinandersetzung um seine Vollmacht und die Worte über Gebet und Vergebung machen deutlich, dass es um mehr als einen Ortswechsel geht.

ZUM NACHDENKEN

Was soll nach Jesu Worten im Tempel möglich sein? Welche Hindernisse für Gebet oder Zugehörigkeit fallen dir heute auf?

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40Markus 12:1–44 · L1912Markus 12

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 12:1–3

1Und er fing an, zu ihnen durch Gleichnisse zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und führte einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und tat ihn aus den Weingärtnern und zog über Land.

2Und sandte einen Knecht, da die Zeit kam, zu den Weingärtnern, daß er von den Weingärtnern nähme von der Frucht des Weinbergs.

3Sie nahmen ihn aber und stäupten ihn, und ließen ihn leer von sich.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Streitgespräche münden in das Doppelgebot der Liebe. Am Ende stehen Jesu Kritik an Menschen, die Witwen ausnutzen, und die Beobachtung einer Witwe, die ihren Lebensunterhalt gibt, dicht nebeneinander. Behalte diesen Zusammenhang bei der Frage nach Großzügigkeit und Verantwortung im Blick.

ZUM NACHDENKEN

Was sieht Jesus an der Gabe der Witwe, das ein Vergleich der Geldbeträge verdecken würde?

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41Markus 13:1–37 · L1912Markus 13

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 13:1–3

1Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jünger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!

2Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehst du wohl allen diesen großen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde.

3Und da er auf dem Ölberge saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn Petrus, Jakobus und Johannes und Andreas besonders:

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Aus dem Staunen über den Tempel entsteht ein Gespräch über Zerstörung, Bedrängnis und Wachsamkeit. Jesus warnt vor falschen Ansprüchen und nennt das Nichtwissen über den Zeitpunkt ausdrücklich. Das Schlussbild zeigt Diener mit anvertrauten Aufgaben, während ihr Herr abwesend ist.

ZUM NACHDENKEN

Welche Aufgabe bleibt den Dienern trotz ihres Nichtwissens? Was kannst du verantwortlich tun, ohne den Ausgang schon zu kennen?

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42Markus 14:1–72 · L1912Markus 14

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 14:1–3

1Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der süßen Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und töteten.

2Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht ein Aufruhr im Volk werde!

3Und da er zu Bethanien war in Simons, des Aussätzigen, Hause und saß zu Tische, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefälschtem und köstlichem Nardenwasser, und sie zerbrach das Glas und goß es auf sein Haupt.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Eine Frau salbt Jesus; andere beurteilen ihre Handlung als Verschwendung. Das Mahl und Gethsemane führen anschließend in Verrat, Festnahme und Verleugnung. Markus erzählt die Treueversprechen der Jünger zusammen mit ihrem Versagen, ohne Jesu einsames Gebet zu übergehen.

ZUM NACHDENKEN

Was sieht Jesus in der Handlung der Frau, das andere übersehen? Welche vorschnelle Bewertung könnte das bei dir unterbrechen?

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43Markus 15:1–47 · L1912Markus 15

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 15:1–3

1Und bald am Morgen hielten die Hohenpriester einen Rat mit den Ältesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Rat, und banden Jesum und führten ihn hin und überantworteten ihn dem Pilatus.

2Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete aber und sprach zu ihm: Du sagst es.

3Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Pilatus gibt dem Druck der Menge nach, Soldaten verspotten Jesus, und Passanten fordern ihn auf, sich selbst zu retten. Am Kreuz deutet ein römischer Hauptmann Jesu Tod anders als die Spötter. Frauen beobachten das Geschehen und später auch den Ort seiner Bestattung.

ZUM NACHDENKEN

Welche unterschiedlichen Antworten auf Jesus findest du in diesem Kapitel? Bei welcher möchtest du länger verweilen, und warum?

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44Markus 16:1–20 · L1912Markus 16

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Markus 16:1–3

1Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf daß sie kämen und salbten ihn.

2Und sie kamen zum Grabe am ersten Tag der Woche sehr früh, da die Sonne aufging.

3Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Frauen gehen mit Gewürzen zum Grab und fragen sich, wer den Stein wegrollen wird. Stattdessen finden sie es geöffnet und erhalten eine Nachricht sowie einen Auftrag für die Jünger und Petrus. Ihre Angst zeigt, wie wenig die Auferstehungsbotschaft ihren Erwartungen entspricht.

ZUM NACHDENKEN

Womit rechnen die Frauen, und was begegnet ihnen? Warum könnte die ausdrückliche Erwähnung des Petrus nach seiner Verleugnung bedeutsam sein?

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45Lukas 1:1–80 · L1912Lukas 1

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 1:1–3

1Sintemal sich's viele unterwunden haben, Bericht zu geben von den Geschichten, so unter uns ergangen sind,

2wie uns das gegeben haben, die es von Anfang selbst gesehen und Diener des Worts gewesen sind:

3habe ich's auch für gut angesehen, nachdem ich's alles von Anbeginn mit Fleiß erkundet habe, daß ich's dir, mein guter Theophilus, in Ordnung schriebe,

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Lukas erklärt zunächst seine Absicht, einen geordneten Bericht zu schreiben. Die Ankündigungen an Zacharias und Maria führen in die Lieder Marias und des Zacharias. Dort werden persönliche Erfahrungen mit Gottes Erbarmen für sein Volk und mit einer Umkehr vertrauter Machtverhältnisse verbunden.

ZUM NACHDENKEN

Wen nennt Marias Lied mächtig, wen niedrig? Welche Hoffnung spricht aus dieser Gegenüberstellung?

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46Lukas 2:1–52 · L1912Lukas 2

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 2:1–3

1Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde.

2Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war.

3Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Geburtsgeschichte führt von einer kaiserlichen Anordnung zu einem Kind in einer Krippe. Hirten, Simeon und Hanna nehmen wahr, was andere leicht übersehen könnten. Maria bewahrt Worte und Ereignisse, während die Erzählung auch vom Nichtverstehen seiner Eltern berichtet.

ZUM NACHDENKEN

Wie reagieren die Hirten und Maria unterschiedlich auf das Gehörte? Was möchtest du weitererzählen, was zunächst bewahren und bedenken?

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47Lukas 3:1–38 · L1912Lukas 3

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 3:1–3

1In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judäa war und Herodes ein Vierfürst in Galiläa und sein Bruder Philippus ein Vierfürst in Ituräa und in der Gegend Trachonitis und Lysanias ein Vierfürst zu Abilene,

2da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wüste.

3Und er kam in alle Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung Sünden,

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Johannes macht Umkehr an praktischen Fragen fest: Kleidung und Nahrung teilen, nicht mehr fordern als festgesetzt und Macht nicht missbrauchen. Nach Jesu Taufe reicht der Stammbaum bis Adam zurück. Die konkreten Anweisungen stehen so neben einer weit gespannten Familiengeschichte.

ZUM NACHDENKEN

Welche Antwort erhält jede Gruppe auf ihre Frage nach dem richtigen Handeln? Was wäre eine vergleichbar konkrete Antwort für deinen Alltag?

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48Lukas 4:1–44 · L1912Lukas 4

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 4:1–3

1Jesus aber, voll des heiligen Geistes, kam wieder von dem Jordan und ward vom Geist in die Wüste geführt

2und ward vierzig Tage lang vom Teufel versucht. Und er aß nichts in diesen Tagen; und da sie ein Ende hatten, hungerte ihn darnach.

3Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem Stein, daß er Brot werde.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Nach der Versuchung in der Wüste liest Jesus in Nazareth aus Jesaja und spricht von guter Nachricht, Freiheit und Gnade. Die anfängliche Zustimmung schlägt um, als er an Gottes Hilfe für Menschen außerhalb Israels erinnert. Vertrautheit mit Jesus führt hier nicht automatisch zu Offenheit.

ZUM NACHDENKEN

An welchem Punkt verändert sich die Reaktion in Nazareth? Welche Erwartung an Jesus wird dabei sichtbar?

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49Lukas 5:1–39 · L1912Lukas 5

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 5:1–3

1Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drängte, zu hören das Wort Gottes, daß er stand am See Genezareth

2und sah zwei Schiffe am See stehen, die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Netze.

3Da trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, daß er's ein wenig vom Lande führte. Und er setzte sich und lehrte das Volk aus dem Schiff.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Nach einem erfolglosen Fang folgt Simon Jesu Anweisung und erschrickt über das Ergebnis. Später wird Levi vom Zollhaus weggerufen. Zwischen diesen Berufungen stehen Heilungen und Jesu Rückzug zum Gebet: Sein Wirken umfasst Begegnung, Vergebung und eine neue Ausrichtung des Lebens.

ZUM NACHDENKEN

Wie reagiert Simon auf den Fang, und wie antwortet Jesus ihm? Was unterscheidet diese Antwort von einer Prüfung seiner Eignung?

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50Lukas 6:1–49 · L1912Lukas 6

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 6:1–3

1Und es begab sich an einem Sabbat, daß er durchs Getreide ging; und seine Jünger rauften Ähren aus und aßen und rieben sie mit den Händen.

2Etliche aber der Pharisäer sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was sich nicht ziemt zu tun an den Sabbaten?

3Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das gelesen, was David tat, da ihn hungerte und die mit ihm waren?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Nach Gebet und der Wahl der Zwölf spricht Jesus zu Jüngern und einer großen Menge. Seligpreisungen und Weherufe stehen nebeneinander; Feindesliebe und Großzügigkeit unterbrechen den Tausch von Gefälligkeiten. Am Schluss wird das Hören an der Frage geprüft, ob daraus Handeln wird.

ZUM NACHDENKEN

Wo beschreibt Jesus ein Verhalten, das keine gleichwertige Gegenleistung erwartet? Welche Grenze deiner Großzügigkeit berührt das?

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51Lukas 7:1–50 · L1912Lukas 7

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 7:1–3

1Nachdem er aber vor dem Volk ausgeredet hatte, ging er gen Kapernaum.

2Und eines Hauptmanns Knecht lag todkrank, den er wert hielt.

3Da er aber von Jesu hörte, sandte er die Ältesten der Juden zu ihm und bat ihn, daß er käme und seinen Knecht gesund machte.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Ein Hauptmann bittet für seinen Knecht, eine Witwe verliert ihren einzigen Sohn, und eine Frau tritt bei einem Gastmahl zu Jesus. In der letzten Szene beurteilen Simon und Jesus dieselbe Frau sehr unterschiedlich. Jesu kleine Geschichte über zwei Schuldner erschließt den Zusammenhang von Vergebung und Liebe.

ZUM NACHDENKEN

Was bemerkt Simon an der Frau, und worauf macht Jesus ihn aufmerksam? Was verändert die Geschichte von den zwei Schuldnern?

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52Lukas 8:1–56 · L1912Lukas 8

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 8:1–3

1Und es begab sich darnach, daß er reiste durch Städte und Dörfer und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die zwölf mit ihm,

2dazu etliche Weiber, die er gesund hatte gemacht von den bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, die da Magdalena heißt, von welcher waren sieben Teufel ausgefahren,

3und Johanna, das Weib Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Lukas nennt Frauen, die Jesus begleiten und die Gruppe unterstützen. Das Gleichnis vom Sämann fragt danach, wie Menschen das Wort aufnehmen und bewahren. In den anschließenden Begegnungen werden Angst, Isolation und Krankheit sichtbar; Jesu Handeln führt Menschen wieder in Beziehung.

ZUM NACHDENKEN

Welche Form des Hörens beschreibt der gute Boden? Was hilft dir, einen gehörten Gedanken über den ersten Eindruck hinaus festzuhalten?

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53Lukas 9:1–62 · L1912Lukas 9

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 9:1–3

1Er forderte aber die Zwölf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht über alle Teufel und daß sie Seuchen heilen konnten,

2und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken.

3Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei Röcke haben.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Aussendung, Speisung und Verklärung stehen neben Jesu Ankündigung seines Leidens und den Missverständnissen der Jünger. Als ein Dorf ihn nicht aufnimmt, wollen zwei von ihnen mit Gewalt reagieren; Jesus weist sie zurecht. Der Weg nach Jerusalem verlangt eine andere Haltung als den Wunsch nach Macht.

ZUM NACHDENKEN

Wie reagieren die Jünger auf Ablehnung, und wie reagiert Jesus? Was würde seinen Weg in einem deiner Konflikte kennzeichnen?

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54Lukas 10:1–42 · L1912Lukas 10

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 10:1–3

1Darnach sonderte der HERR andere siebzig aus und sandte sie je zwei und zwei vor ihm her in alle Städte und Orte, da er wollte hinkommen,

2und sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind wenige. Bittet den HERRN der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte.

3Gehet hin; siehe, ich sende euch als die Lämmer mitten unter die Wölfe.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Ausgesandten kehren voller Freude zurück. Danach folgen das Gleichnis vom Samariter und die Begegnung mit Marta und Maria. Helfendes Handeln und aufmerksames Hören stehen dicht beieinander: Der Samariter unterbricht seine Reise, Maria bleibt bei Jesu Worten.

ZUM NACHDENKEN

Was verbindet das Anhalten des Samariters mit Marias Aufmerksamkeit? Welche Unterbrechung könnte heute Raum für einen anderen schaffen?

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55Lukas 11:1–54 · L1912Lukas 11

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 11:1–3

1Und es begab sich, daß er war an einem Ort und betete. Und da er aufgehört hatte, sprach seiner Jünger einer zu ihm: HERR, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.

2Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.

3Gib uns unser täglich Brot immerdar.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Bitte, beten zu lernen, führt zu einem Gebet mit alltäglichen Bedürfnissen und zur Ermutigung, Gott zu bitten. Spätere Streitgespräche fragen nach Hören, innerer Helligkeit und religiösem Verhalten. Jesus kritisiert eine Genauigkeit im Kleinen, die Gerechtigkeit und die Liebe zu Gott vernachlässigt.

ZUM NACHDENKEN

Welche Bitte des Gebets möchtest du heute konkret aussprechen? Wie verbindet sie deine Bedürfnisse mit dem Leben anderer?

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56Lukas 12:1–59 · L1912Lukas 12

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 12:1–3

1Es lief das Volk zu und kamen etliche Tausend zusammen, also daß sie sich untereinander traten. Da fing er an und sagte zu seinen Jüngern: Zum ersten hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welches ist die Heuchelei.

2Es ist aber nichts verborgen, das nicht offenbar werde, noch heimlich, das man nicht wissen werde.

3Darum, was ihr in der Finsternis saget, das wird man im Licht hören; was ihr redet ins Ohr in den Kammern, das wird man auf den Dächern predigen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Ein Erbstreit führt zur Warnung vor Habgier. Der reiche Mann im Gleichnis plant immer größere Vorräte, bedenkt aber seine begrenzte Lebenszeit nicht. Die anschließenden Worte über Sorge und Wachsamkeit fragen danach, worauf Menschen ihr Leben gründen und wie sie anvertraute Zeit nutzen.

ZUM NACHDENKEN

Welche Sicherheit erwartet der Mann von seinen Vorräten? Welche Verantwortung könnte hinter deinem Wunsch nach mehr zurücktreten?

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57Lukas 13:1–35 · L1912Lukas 13

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 13:1–3

1Es waren aber zu der Zeit etliche dabei, die verkündigten ihm von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit ihrem Opfer vermischt hatte.

2Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder gewesen sind, dieweil sie das erlitten haben?

3Ich sage: Nein; sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesus weist den Schluss zurück, die Opfer zweier Unglücke seien schuldiger als andere gewesen. Zugleich ruft er seine Zuhörer selbst zur Umkehr. Die Heilung einer seit langem gebeugten Frau macht dann die Frage konkret, ob religiöse Praxis Befreiung zulässt oder behindert.

ZUM NACHDENKEN

Welche vorschnelle Erklärung von Leid unterbricht Jesus? Wie würde sich ein Gespräch ändern, wenn du auf eine solche Erklärung verzichtest?

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58Lukas 14:1–35 · L1912Lukas 14

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 14:1–3

1Und es begab sich, daß er kam in ein Haus eines Obersten der Pharisäer an einem Sabbat, das Brot zu essen; und sie hatten acht auf ihn.

2Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig.

3Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprach: Ist's auch recht, am Sabbat zu heilen?

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Bei einem Gastmahl spricht Jesus über Ehrenplätze und über Einladungen an Menschen, die sich nicht revanchieren können. Das große Fest im Gleichnis wird von den zuerst Geladenen ausgeschlagen. Die Worte über Nachfolge am Ende verlangen, ihre Kosten ernsthaft zu bedenken.

ZUM NACHDENKEN

Wen würdest du einladen, wenn Dank, Ansehen oder eine Gegeneinladung keine Rolle spielten? Was würde sich an deinem Tisch verändern?

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59Lukas 15:1–32 · L1912Lukas 15

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 15:1–3

1Es nahten aber zu ihm allerlei Zöllner und Sünder, daß sie ihn hörten.

2Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isset mit ihnen.

3Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:

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Drei Geschichten antworten auf die Beschwerde, dass Jesus Sünder empfängt und mit ihnen isst. Schaf und Münze werden gesucht; der Vater läuft dem heimkehrenden Sohn entgegen und geht auch zum zornigen älteren Sohn hinaus. Das Kapitel endet mit einer offenen Einladung zur Freude.

ZUM NACHDENKEN

Vergleiche, wie der Vater auf beide Söhne zugeht. Welche ihrer Schwierigkeiten, seine Freude zu teilen, kannst du nachvollziehen?

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60Lukas 16:1–31 · L1912Lukas 16

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 16:1–3

1Er aber sprach zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward von ihm berüchtigt, als hätte er ihm seine Güter umgebracht.

2Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein!

3Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben kann ich nicht, so schäme ich mich zu betteln.

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Das schwierige Gleichnis vom Verwalter lenkt den Blick auf den Gebrauch von Besitz; danach spricht Jesus ausdrücklich über Treue und zwei Herren. Die Geschichte vom reichen Mann und Lazarus zeigt eine übersehene Not direkt vor der eigenen Tür. Beide Abschnitte verlangen Aufmerksamkeit für Verantwortung im Umgang mit Geld.

ZUM NACHDENKEN

Was ist dem reichen Mann schon zu Lebzeiten zugänglich, das er nicht beachtet? Welche Not liegt heute nah genug, um sie wahrzunehmen?

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61Lukas 17:1–37 · L1912Lukas 17

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 17:1–3

1Er sprach aber zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, daß nicht Ärgernisse kommen; weh aber dem, durch welchen sie kommen!

2Es wäre ihm besser, daß man einen Mühlstein an seinen Hals hängte und würfe ihm ins Meer, denn daß er dieser Kleinen einen ärgert.

3Hütet euch! So dein Bruder an dir sündigt, so strafe ihn; und so es ihn reut, vergib ihm.

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Jesu Worte über Vergebung und Dienst stehen vor der Heilung von zehn Aussätzigen. Einer kehrt zurück und dankt; Lukas hebt hervor, dass er ein Samariter ist. Die Fragen nach Gottes Reich wenden den Blick anschließend von berechenbaren Zeichen zur Bereitschaft im gewöhnlichen Leben.

ZUM NACHDENKEN

Welche zusätzlichen Bewegungen macht der Geheilte, der zurückkehrt? Wem könntest du einen bisher unausgesprochenen Dank bringen?

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62Lukas 18:1–43 · L1912Lukas 18

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 18:1–3

1Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden solle,

2und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen.

3Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher!

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Eine hartnäckige Witwe, zwei betende Männer, Kinder, ein reicher Fragender und ein blinder Bettler treten nacheinander auf. Immer wieder steht zur Frage, wie Menschen bitten und worauf sie sich verlassen. Beim Pharisäer und Zöllner wird besonders deutlich, was der Vergleich mit anderen verdecken kann.

ZUM NACHDENKEN

Wie unterscheiden sich die Gebete der beiden Männer? Welche deiner Bitten könntest du ohne Rechtfertigung und ohne Vergleich aussprechen?

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63Lukas 19:1–48 · L1912Lukas 19

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 19:1–3

1Und er zog hinein und ging durch Jericho.

2Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachäus, der war ein Oberster der Zöllner und war reich.

3Und er begehrte Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk; denn er war klein von Person.

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Zachäus will Jesus sehen und wird selbst von ihm angesprochen. Die Begegnung führt zu Aussagen über Teilen und Wiedergutmachung. Später nähert sich Jesus Jerusalem mit Tränen; der bejubelte Einzug und seine Klage über die Stadt gehören in dieser Erzählung zusammen.

ZUM NACHDENKEN

Welche konkrete Gestalt nimmt die Veränderung bei Zachäus an? Wo wäre Wiedergutmachung mehr als eine bloße Entschuldigung?

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64Lukas 20:1–47 · L1912Lukas 20

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 20:1–3

1Und es begab sich an der Tage einem, da er das Volk lehrte im Tempel und predigte das Evangelium, da traten zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten mit den Ältesten

2und sagten zu ihm und sprachen: Sage uns, aus was für Macht tust du das? oder wer hat dir die Macht gegeben?

3Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; saget mir's:

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Im Tempel wird Jesus nach seiner Vollmacht gefragt und mit Fragen zu Steuern und Auferstehung herausgefordert. Das Gleichnis von den Weinbauern stellt die Verantwortung der Pächter in den Mittelpunkt. Am Ende warnt Jesus vor religiöser Selbstdarstellung, die auf Kosten von Witwen geht.

ZUM NACHDENKEN

Was verwechseln die Weinbauern an ihrer Rolle? Wo könnte dir der Unterschied zwischen anvertrauter Verantwortung und Besitz helfen?

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65Lukas 21:1–38 · L1912Lukas 21

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 21:1–3

1Er sah aber auf und schaute die Reichen, wie sie ihre Opfer einlegten in den Gotteskasten.

2Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein.

3Und er sprach: Wahrlich ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr denn sie alle eingelegt.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesu Blick auf die arme Witwe wird von einem Gespräch über den prächtigen Tempel abgelöst. Seine Rede beschreibt Bedrängnis und fordert zu Standhaftigkeit auf. Am Schluss richtet sie sich auf das Herz: Sorgen und Betäubung können Aufmerksamkeit ebenso verdrängen wie die Suche nach spektakulären Zeichen.

ZUM NACHDENKEN

Welche alltäglichen Dinge nennt Jesus als Gefahr für Wachsamkeit? Was hilft dir, ihnen mit Aufmerksamkeit statt zusätzlicher Angst zu begegnen?

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66Lukas 22:1–71 · L1912Lukas 22

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 22:1–3

1Es war aber nahe das Fest der süßen Brote, das da Ostern heißt.

2Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten, wie sie ihn töteten; und fürchteten sich vor dem Volk.

3Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischariot, der da war aus der Zahl der Zwölf.

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Beim letzten Mahl streiten die Jünger darüber, wer der Größte sei; Jesus beschreibt sich unter ihnen als Dienender. Er kündigt Petrus’ Scheitern an und spricht zugleich von seiner späteren Aufgabe, andere zu stärken. Im Garten und im Hof wird ihre Verletzlichkeit sichtbar.

ZUM NACHDENKEN

Was traut Jesus Petrus trotz des angekündigten Scheiterns zu? Wie könnte erfahrene Schwäche später zur Hilfe für andere werden?

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67Lukas 23:1–56 · L1912Lukas 23

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 23:1–3

1Und der ganze Haufe stand auf, und sie führten ihn vor Pilatus

2und fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Diesen finden wir, daß er das Volk abwendet und verbietet, den Schoß dem Kaiser zu geben, und spricht, er sei ein König.

3Pilatus aber fragte ihn und sprach: Bist du der Juden König? Er antwortete und sprach: Du sagst es.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesus wird zwischen Pilatus und Herodes hin- und hergeschickt, während seine Unschuld mehrfach ausgesprochen wird. Am Kreuz wendet sich einer der Mitverurteilten an ihn. Lukas lässt neben Gewalt und Spott auch Klage, eine Bitte um Erinnerung und die Sorge um Jesu Bestattung stehen.

ZUM NACHDENKEN

Was bittet der Mitverurteilte von Jesus, und was erhält er als Antwort? Welches Vertrauen steckt in dieser knappen Bitte?

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68Lukas 24:1–53 · L1912Lukas 24

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Lukas 24:1–3

1Aber am ersten Tage der Woche sehr früh kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen.

2Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe

3und gingen hinein und fanden den Leib des HERRN Jesu nicht.

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Die Nachricht der Frauen wird zunächst nicht geglaubt. Auf dem Weg nach Emmaus erzählen zwei Jünger von ihrer zerbrochenen Hoffnung, bevor Jesus ihnen die Schrift erschließt. Erkennen, gemeinsames Essen und das erneute Öffnen des Verständnisses führen schließlich zum Auftrag, Zeugen zu sein.

ZUM NACHDENKEN

An welchen Stellen verändert sich das Verständnis der Jünger? Welche Rolle spielen Erzählen, Schrift und Tischgemeinschaft dabei?

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69Johannes 1:1–51 · L1912Johannes 1

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 1:1–3

1Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

2Dasselbe war im Anfang bei Gott.

3Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Johannes beginnt mit dem Wort, das bei Gott ist und Mensch wird. Danach folgen Zeugnisse und Begegnungen: Johannes der Täufer verweist auf Jesus, und Menschen laden andere zum Mitkommen ein. Die großen Aussagen des Anfangs führen so zu Namen, Fragen und persönlichen Begegnungen.

ZUM NACHDENKEN

Welche Bezeichnungen für Jesus begegnen dir? Wähle eine aus und frage, was die anschließenden Begegnungen daran sichtbar machen.

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70Johannes 2:1–25 · L1912Johannes 2

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 2:1–3

1Und am dritten Tag ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa; und die Mutter Jesu war da.

2Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen.

3Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Bei der Hochzeit in Kana nehmen die Diener wahr, woher der Wein kommt, während der Speisemeister es nicht weiß. Im Tempel wird Jesus anschließend nach einem Zeichen gefragt. Seine Antwort wird erst nach der Auferstehung verstanden: Johannes lässt unmittelbare Erfahrung und späteres Erinnern zusammenwirken.

ZUM NACHDENKEN

Wer weiß in Kana was? Was zeigt die Verteilung dieses Wissens darüber, wie Menschen Jesu Handeln wahrnehmen?

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71Johannes 3:1–36 · L1912Johannes 3

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 3:1–3

1Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden.

2Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.

3Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Nikodemus kommt nachts mit einer Einschätzung über Jesus und hört von einer Geburt durch den Geist, die er zunächst nicht versteht. Das Gespräch führt zu Gottes Liebe für die Welt und zur Frage, ob Menschen ins Licht kommen. Später beschreibt der Täufer seine Freude daran, zurückzutreten.

ZUM NACHDENKEN

Wie verändert sich das Gespräch von Nikodemus’ erstem Satz bis zur Frage nach dem Licht? Welche Gewissheit wird dabei geöffnet?

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72Johannes 4:1–54 · L1912Johannes 4

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 4:1–3

1Da nun der HERR inneward, daß vor die Pharisäer gekommen war, wie Jesus mehr Jünger machte und taufte denn Johannes

2(wiewohl Jesus selber nicht taufte, sondern seine Jünger),

3verließ er das Land Judäa und zog wieder nach Galiläa.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Eine Bitte um Wasser eröffnet ein Gespräch über Durst, Lebensgeschichte und Anbetung. Die Samariterin wird zur Überbringerin einer Einladung in ihre Stadt. Die Menschen dort unterscheiden später zwischen ihrem Zeugnis und dem eigenen Hören: Aus einem Gespräch am Brunnen wird eine gemeinsame Begegnung.

ZUM NACHDENKEN

Wie verändert sich die Rolle der Frau im Verlauf der Geschichte? Was macht ihre Einladung glaubwürdig, obwohl sie mit einer Frage endet?

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73Johannes 5:1–47 · L1912Johannes 5

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 5:1–3

1Darnach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem.

2Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der heißt auf hebräisch Bethesda und hat fünf Hallen,

3in welchem lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Verdorrte, die warteten, wann sich das Wasser bewegte.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Am Teich begegnet Jesus einem Menschen, der seit vielen Jahren krank ist und niemanden hat, der ihm hinein hilft. Die Heilung am Sabbat führt zu einer Auseinandersetzung über Jesu Wirken und sein Verhältnis zum Vater. Die spätere Rede unterscheidet zwischen Schriftkenntnis und der Bereitschaft, zu Jesus zu kommen.

ZUM NACHDENKEN

Welche fehlende Hilfe beschreibt der Kranke? Wo könnte dein Wissen über einen Menschen konkreter Unterstützung weichen?

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74Johannes 6:1–71 · L1912Johannes 6

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 6:1–3

1Darnach fuhr Jesus weg über das Meer an der Stadt Tiberias in Galiläa.

2Und es zog ihm viel Volks nach, darum daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.

3Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Nach der Speisung sucht die Menge Jesus erneut. Das Gespräch verschiebt sich vom erhaltenen Brot zu seiner Person und führt zu Widerstand, auch unter seinen Jüngern. Am Ende fragt Jesus die Zwölf, ob sie ebenfalls gehen wollen; Petrus antwortet mit dem Vertrauen auf Jesu Worte.

ZUM NACHDENKEN

Was suchen die Menschen nach der Speisung? Was hält Petrus bei Jesus, obwohl die Rede schwierig bleibt?

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75Johannes 7:1–53 · L1912Johannes 7

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 7:1–3

1Darnach zog Jesus umher in Galiläa; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, darum daß ihm die Juden nach dem Leben stellten.

2Es war aber nahe der Juden Fest, die Laubhütten.

3Da sprachen seine Brüder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Judäa, auf daß auch deine Jünger sehen, die Werke die du tust.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Beim Fest in Jerusalem wird über Jesu Herkunft, seine Lehre und mögliche Absichten gestritten. Urteile entstehen aus Gerüchten und Erwartungen ebenso wie aus eigener Begegnung. Nikodemus unterbricht am Ende ein vorschnelles Urteil mit der Frage, ob ein Mensch nicht zuerst gehört werden muss.

ZUM NACHDENKEN

Auf welche Weise bilden Menschen in diesem Kapitel ihre Meinung über Jesus? Welche davon kennst du aus deinem eigenen Urteilen?

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76Johannes 8:1–59 · L1912Johannes 8

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 8:1–3

1Jesus aber ging an den Ölberg.

2Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie.

3Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten ein Weib zu ihm, im Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte dar

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Das Kapitel führt von einer öffentlichen Anklage gegen eine Frau in Auseinandersetzungen über Licht, Freiheit und Abraham. Jesu Worte über Freiheit richten sich nicht nur auf äußere Verhältnisse, sondern auf die Bindung an Sünde. Seine Gesprächspartner und ihre Antworten wechseln; lies sorgfältig, an wen die jeweiligen Worte gerichtet sind.

ZUM NACHDENKEN

Welche unterschiedlichen Vorstellungen von Freiheit kommen im Gespräch vor? Was meint Jesus damit, in seinem Wort zu bleiben?

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77Johannes 9:1–41 · L1912Johannes 9

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 9:1–3

1Und Jesus ging vorüber und sah einen, der blind geboren war.

2Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er ist blind geboren?

3Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar würden an ihm.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Jünger beginnen mit der Frage nach der Schuld an einer Blindheit. Jesus weist ihre Zuordnung zurück. Nach der Heilung wird der Mann mehrfach befragt; seine Aussagen über Jesus entwickeln sich, während andere ihre feststehende Deutung verteidigen. Sehen und Nichtsehen erhalten dadurch eine weitere Bedeutung.

ZUM NACHDENKEN

Wie verändern sich die Antworten des geheilten Mannes? Was hilft dir, eine eigene Deutung durch eine neue Erfahrung prüfen zu lassen?

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78Johannes 10:1–42 · L1912Johannes 10

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 10:1–3

1Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer nicht zur Tür eingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Mörder.

2Der aber zur Tür hineingeht, der ist ein Hirte der Schafe.

3Dem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie aus.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesus beschreibt sich mit den Bildern von Tür und gutem Hirten. Der Hirte kennt die Schafe und setzt sein Leben für sie ein; ein bezahlter Hüter ohne Bindung flieht vor Gefahr. Das Bild wird an Beziehung und Einsatz entfaltet, nicht nur an einer beruhigenden Landschaft.

ZUM NACHDENKEN

Woran unterscheidet Jesus einen guten Hirten vom bezahlten Hüter? Welche Verantwortung für andere erkennst du darin?

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79Johannes 11:1–57 · L1912Johannes 11

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 11:1–3

1Es lag aber einer krank mit Namen Lazarus, von Bethanien, in dem Flecken Marias und ihrer Schwester Martha.

2(Maria aber war, die den HERRN gesalbt hat mit Salbe und seine Füße getrocknet mit ihrem Haar; deren Bruder, Lazarus, war krank.)

3Da sandten seine Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: HERR, siehe, den du liebhast, der liegt krank.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Marta und Maria begegnen Jesus nach dem Tod ihres Bruders mit derselben schmerzlichen Feststellung: Wäre er da gewesen, wäre Lazarus nicht gestorben. Jesus spricht mit Marta über Auferstehung und weint mit den Trauernden. Die Erzählung hält Verheißung, Trauer und Jesu Handeln zusammen.

ZUM NACHDENKEN

Wie begegnet Jesus Marta und Maria jeweils? Was zeigt die Geschichte darüber, dass Hoffnung und Trauer gleichzeitig Raum haben können?

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80Johannes 12:1–50 · L1912Johannes 12

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 12:1–3

1Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferweckt hatte von den Toten.

2Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha diente; Lazarus aber war deren einer, die mit ihm zu Tische saßen.

3Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefälschter, köstlicher Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Marias Salbung, der Einzug in Jerusalem und die Bitte einiger Griechen, Jesus zu sehen, führen auf seine bevorstehende Stunde hin. Das Bild des Weizenkorns deutet Leben durch Hingabe. Zugleich spricht Jesus offen von seiner Erschütterung; der Weg wird nicht als mühelos beschrieben.

ZUM NACHDENKEN

Wie stehen Jesu Worte vom Weizenkorn neben seiner Erschütterung? Was bewahrt dich davor, Hingabe bei anderen leichtfertig einzufordern?

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81Johannes 13:1–38 · L1912Johannes 13

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 13:1–3

1Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie hatte er geliebt die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.

2Und beim Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete,

3und Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in seine Hände gegeben und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging:

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße und erklärt danach, was sein Handeln für ihren Umgang miteinander bedeutet. Petrus muss zunächst lernen, diese Hilfe anzunehmen. Noch in derselben Nacht werden Verrat und Verleugnung angekündigt; das Gebot der Liebe steht mitten in dieser verletzlichen Gemeinschaft.

ZUM NACHDENKEN

Warum fällt Petrus das Annehmen schwer? Was musst du vielleicht empfangen lernen, bevor du es anderen weitergeben kannst?

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82Johannes 14:1–31 · L1912Johannes 14

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 14:1–3

1Und er sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an Gott und glaubet an mich!

2In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten.

3Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Thomas fragt nach dem Weg, Philippus nach dem Vater. Jesus nimmt ihre Fragen in eine Rede über Vertrauen, seine Beziehung zum Vater und den kommenden Beistand auf. Sein Friedenszuspruch steht vor dem Abschied: Er bereitet die Jünger auf seine Abwesenheit und bleibende Verbundenheit vor.

ZUM NACHDENKEN

Welche Frage von Thomas oder Philippus kannst du nachvollziehen? Welcher Teil von Jesu Antwort beschäftigt dich besonders?

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83Johannes 15:1–27 · L1912Johannes 15

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 15:1–3

1Ich bin der rechte Weinstock, und mein Vater der Weingärtner.

2Eine jeglich Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jegliche, die da Frucht bringt, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe.

3Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Weinstock und Reben beschreiben eine Verbindung, aus der Frucht wächst. Jesus führt das Bild in Worte über Liebe, Freundschaft und die Hingabe für andere weiter. Danach bereitet er seine Jünger auf Ablehnung vor; das Bleiben in seiner Liebe setzt keine Zustimmung ihrer Umgebung voraus.

ZUM NACHDENKEN

Welche Verbindung besteht zwischen Bleiben, Frucht und dem Gebot der Liebe? Wie könnte diese Frucht in einer konkreten Beziehung aussehen?

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84Johannes 16:1–33 · L1912Johannes 16

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 16:1–3

1Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert.

2Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß wer euch tötet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran.

3Und solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Jesus spricht von kommender Bedrängnis, dem Wirken des Geistes und einer Trauer, die sich in Freude verwandeln wird. Die Jünger meinen schließlich, nun zu verstehen; Jesus kündigt dennoch ihre Zerstreuung an. Seine abschließende Ermutigung leugnet ihre bevorstehende Not nicht.

ZUM NACHDENKEN

Was wissen die Jünger nach eigener Einschätzung, und was sieht Jesus noch voraus? Welche Hoffnung bleibt trotz dieser Spannung?

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85Johannes 17:1–26 · L1912Johannes 17

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 17:1–3

1Solches redete Jesus, und hob seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da, daß du deinen Sohn verklärest, auf daß dich dein Sohn auch verkläre;

2Gleichwie du ihm Macht hast gegeben über alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.

3Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Die Abschiedsreden gehen in ein Gebet über. Jesus bittet für die Jünger und für Menschen, die durch ihr Wort glauben werden. Er bittet nicht um ihren Rückzug aus der Welt, sondern um Bewahrung, Wahrheit und Einheit in ihrer Sendung.

ZUM NACHDENKEN

Was erbittet Jesus für Menschen, die noch nicht zur gegenwärtigen Gruppe gehören? Wie erweitert das deinen Blick auf christliche Gemeinschaft?

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86Johannes 18:1–40 · L1912Johannes 18

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 18:1–3

1Da Jesus solches geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jüngern über den Bach Kidron; da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jünger.

2Judas aber, der ihn verriet, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern.

3Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar und der Hohenpriester und Pharisäer Diener, kommt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Bei seiner Festnahme tritt Jesus den Suchenden entgegen, während Petrus später seine Zugehörigkeit bestreitet. Vor Pilatus geht es um Königtum und Wahrheit. Jesus beschreibt seine Herrschaft so, dass sie sich nicht im bewaffneten Kampf seiner Diener ausdrückt.

ZUM NACHDENKEN

Wie unterscheiden sich Jesu und Petrus’ Antworten auf Fragen nach ihrer Identität? Was macht wahrhaftiges Reden unter Druck schwierig?

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87Johannes 19:1–42 · L1912Johannes 19

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 19:1–3

1Da nahm Pilatus Jesum und geißelte ihn.

2Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurkleid an

3und sprachen: Sei gegrüßt, lieber Judenkönig! und gaben ihm Backenstreiche.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Pilatus stellt Jesus als König vor und lässt ihn schließlich kreuzigen. Unter dem Kreuz vertraut Jesus seine Mutter und den geliebten Jünger einander an. Josef von Arimathäa und Nikodemus übernehmen die Bestattung; Menschen, deren Nähe zuvor verborgen oder nächtlich war, handeln nun sichtbar.

ZUM NACHDENKEN

Welche Fürsorge bleibt mitten im Sterben und nach dem Tod möglich? Was bemerkst du an denen, die sie übernehmen?

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88Johannes 20:1–31 · L1912Johannes 20

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 20:1–3

1Am ersten Tag der Woche kommt Maria Magdalena früh, da es noch finster war, zum Grabe und sieht, daß der Stein vom Grabe hinweg war.

2Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, welchen Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den HERRN weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hin gelegt haben.

3Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus zum Grabe.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Maria erkennt Jesus, als er sie beim Namen anspricht. Die Jünger empfangen hinter verschlossenen Türen Frieden und einen Auftrag. Thomas ist beim ersten Mal nicht dabei und spricht seine Bedingungen aus. Johannes erzählt verschiedene Wege zur Begegnung und erklärt am Ende, warum er diese Zeichen aufgeschrieben hat.

ZUM NACHDENKEN

Was brauchen Maria, die versammelten Jünger und Thomas jeweils? Was verändert sich in jeder Begegnung?

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89Johannes 21:1–25 · L1912Johannes 21

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Johannes 21:1–3

1Darnach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern an den Meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also:

2Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der da heißt Zwilling, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und andere zwei seiner Jünger.

3Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsobald; und in derselben Nacht fingen sie nichts.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Nach einem erfolglosen nächtlichen Fang finden die Jünger bei Jesus ein vorbereitetes Frühstück. Danach wird Petrus nach seiner Liebe gefragt und mit Sorge für andere beauftragt. Als er sich mit dem geliebten Jünger vergleicht, lenkt Jesus ihn auf seinen eigenen Weg der Nachfolge zurück.

ZUM NACHDENKEN

Welche Verbindung entsteht zwischen Petrus’ Liebe und seiner Aufgabe? Wo lenkt dich der Vergleich mit anderen von deiner Verantwortung ab?

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90Apostelgeschichte 1:1–26 · L1912Apostelgeschichte 1

ANFANGSVERSE · L1912

BIBELTEXT · LUTHERBIBEL 1912Apostelgeschichte 1:1–3

1Die erste Rede habe ich getan, lieber Theophilus, von alle dem, das Jesus anfing, beides, zu tun und zu lehren,

2bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln, welche er hatte erwählt, durch den Heiligen Geist Befehl getan hatte,

3welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeigt hatte durch mancherlei Erweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.

Leseimpuls · Eigene Gedanken, getrennt vom Bibeltext

Zum Abschluss des Plans öffnet sich der Weg in die Apostelgeschichte. Die Frage nach dem Zeitpunkt des Reiches beantwortet Jesus mit der Aussicht auf den Geist und einen Auftrag zum Zeugnis. Die Jünger warten gemeinsam im Gebet; auch die Lücke im Kreis der Zwölf wird nicht übergangen.

ZUM NACHDENKEN

Wie verändert Jesu Antwort die Frage der Jünger? Was nimmst du aus den Evangelien mit, das du durch Wort oder Tat bezeugen möchtest?

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